Baumpflege im Winter

Aus der Serie „Nutzholzschnitt im Garten“ Teil 5/6

Teil 5: Baumpflege im Winter

Der Winterbaumschnitt wird ab Anfang November bis in den März hinein ausgeführt. Hauptsächlich werden im Winter Obst- und Nadelbäume beschnitten. Außerdem werden an allen Bäumen kranke und tote Äste entfernt.

Zu beachten ist, dass es einige Baumarten gibt, die schon sehr früh im Jahr mit dem Saftzug beginnen. Das heißt es wird Wasser aus dem Boden in die Leitungsbahnen der Wurzeln gezogen. Schneidet man diese Bäume im zeitigen Frühjahr, kann es an den Schnittstellen zu starkem Saftfluss kommen. Dies kann den Baum schwächen und die Wunden heilen in der Regel nur sehr schlecht. Zu den stark Saft führenden Bäumen im zeitigen Frühjahr gehören zum Beispiel Birke, Ahorn und Walnuss.

Der am häufigsten angewandte Baumschnitt im Winter ist wohl der Obstbaumschnitt. Dieser wird am besten ausgangs des Winters durchgeführt. Auch Koniferen (Nadelbäume) lassen sich problemlos im Winter beschneiden.

Für alle anderen Laubbäume gilt ein Schnitt im Spätsommer oder Herbst als der Beste, da die Wunden am schnellsten und am besten verheilen und der Baum in vollbelaubten Zustand am besten in Form zu schneiden ist. Auch Auslichtungsschnitte sind in dieser Zeit aus diesem Grund sinnvoll. Ziel einer Schnittmaßnahme sollte es immer sein, die arttypische Form eine Baumes zu erhalten beziehungsweise zu fördern. Wird ein Baum im Garten zu groß, ist der Standort nicht richtig gewählt und es empfiehlt sich eher eine Fällung als eine Verstümmelung des Baumes.

Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn sie vor Beginn einer Schnittmaßnahme Erkundigungen einholen, wie man es richtig macht, oder einen Experten beauftragen. Der Fachmann wird sicher gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen und Sie werden lange viel Freude an Ihren Gehölzen haben.

Rohwer Garten- und Landschaftsbau
Frankenweg 12
21357 Barum (OT St. Dionys) – Deutschland
www.rohwer-galabau.de

Dieser Bericht ist Teil der Serie „Nutzholzschnitt im Garten“