Deutschlands Enthaltung bei Glyphosat-Wiederzulassung rückt näher

© Derzno

Klares Bekenntnis SPD-geführter Bundesministerien zum Vorsorgeprinzip in Sachen Glyphosat. Weiger: „Ein starkes Signal für den Umwelt- und Verbraucherschutz“

Umwelt im Sinne des Vorsorgeprinzips abzuwenden“, so Weiger.

Existierende Alternativen zum exorbitanten Glyphosat-Einsatz seien wirtschaftlich machbar und könnten auch betriebswirtschaftlich kurzfristig umgesetzt werden. Das dem Bundeslandwirtschaftsministerium unterstellte Julius-Kühn-Institut (JKI) habe im Auftrag des Landwirtschaftsministers bereits im November 2015 eine Studie veröffentlicht, die zeige, dass ein Verzicht auf Glyphosat in Deutschland in weiten Bereichen der Landwirtschaft kostenneutral möglich sei.

„Es gibt keinen Grund, weiterhin unnötige Risiken einzugehen. Die Belastung von Menschen, Lebensmitteln und Wasser mit Glyphosat und das durch seinen Einsatz verursachte Artensterben dürfen nicht länger hingenommen werden. Glyphosat gehört verboten. Wir appellieren an alle EU-Staaten, eine Wiederzulassung dieses Pestizids abzulehnen“, sagte der BUND-Vorsitzende.

Zur Studie „Folgenabschätzung für die Landwirtschaft zum teilweisen oder vollständigen Verzicht auf die Anwendung von glyphosathaltigen Herbiziden in Deutschland“ des Julius-Kühn-Instituts: http://www.jki.bund.de/downloadFatPdf.php?file=2015_0396.pdf