Legionellen

Die für Erkrankungen des Menschen bedeutsamste Art ist Legionella pneumophila (Anteil von etwa 70 % bis 90 %, je nach Region), sie ist Erreger der Legionellose oder Legionärskrankheit.

Die optimalen Lebensbedingungen für Legionellen sind: Süß- und Salzwasser, Frischwassernachspeisung, lange Verweilzeit, Temperaturbereich 25–50 °C

Legionellen kommen dort vor, wo warmes Wasser optimale Bedingungen für ihre Vermehrung bietet. Sie sind im Temperaturbereich von 5 bis 55 °C lebensfähig, ab 60 °C werden sie nach wenigen Minuten inaktiv.
Entsprechende Bedingungen können beispielsweise bestehen in:
Warmwassererzeugungs- und Warmwasserverteilungsanlagen
Wassertanks und Boilern
Kaltwasserzuleitungen mit langen Stillstandszeiten (z. B. nach einem längeren Urlaub oder mäßig genutzten Feuerlöschleitungen mit Trinkwasseranbindung)
Kaltwasserzuleitungen mit Wärmeeinwirkung von außen oder zu Thermomischern
Totleitungen
Schwimmbädern
Krankenhäusern
öffentlichen Duschen (z. B. Schulduschen)
Wannenbädern und Stationsbädern
Luftwäschern von Klimaanlagen
Kühltürmen
Biofilmen

Eine Übertragung von Legionellen ist prinzipiell durch Kontakt mit Leitungswasser möglich, wenn die Legionellen in die tiefen Lungenabschnitte gelangen.

Nicht jeder Kontakt mit legionellenhaltigem Wasser führt zu einer Gesundheitsgefährdung. Erst das Einatmen bakterienhaltigen Wassers als Bioaerosol (Aspiration bzw. Inhalation z. B. beim Duschen, bei Klimaanlagen, durch Rasensprenger und in Whirlpools) kann zur Infektion führen.

Das Trinken von legionellenhaltigem Wasser ist für Personen mit intaktem Immunsystem keine Gesundheitsgefahr.

Quelle und weitere Informationen: wikipedia