Erfolgreich angelaufen: Solar-Checks für Hausbesitzer in Hansestadt und Landkreis Lüneburg

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(lk/wö) Strom oder Warmwasser durch Sonnenenergie: Wie sich das auf dem eigenen Dach umsetzen lässt, erfahren Hausbesitzer in Hansestadt und Landkreis Lüneburg seit April 2016 in der Solarenergie-Beratung der Klimaschutzleitstelle.

Mehr als 40 Interessenten haben sich bereits für Solar-Checks angemeldet. Unter ihnen ist auch Heike Dammann. Die Lüneburgerin ist Mitglied einer Wohnungseigentümergemeinschaft, die sich für den Einsatz einer Solarthermie- und einer Photovoltaik-Anlage interessiert. Bei dem einstündigen Beratungstermin vor Ort hat Energieberater Jörn Fleer bereits eine erste Einschätzung zum Platzbedarf und den Kosten geben können, die eine Wärmebereitstellung mit Röhrenkollektoren und die Erzeugung von Solarstrom bedeuten.
Von besonderem Interesse sind für sie die Fördermöglichkeiten. Auch dazu kann der Experte Tipps geben: So hat die Bundesregierung seit dem 1. Januar 2016 über das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) die Förderung von Solarthermie verbessert. Für eine durchschnittliche Solarthermie-Anlage für Heizung und Warmwasser ist für Hauseigentümer damit ein Zuschuss von insgesamt 3.000 bis 3.600 Euro möglich. Gefördert wird aber nicht nur die Solarthermie-Anlage selbst, sondern bereits die Planung. Neben den Fördermitteln auf Bundesebene verfügen auch einige Kommunen im Landkreis Lüneburg über eigene Förderprogramme für Solarthermie-Anlagen. Diese Kommunen und bestehende Solaranlagen im Landkreis Lüneburg werden im Energieportal des Landkreis dargestellt: www.landkreis-lueneburg.de/energieportal.
„Viele private Hausbesitzer sind auch angesichts der Solarstromdiskussion in den letzten Jahren verunsichert, wenn sie mit dem Gedanken spielen, sich eine Solaranlage anzuschaffen“, erklärt Tobias Winkelmann von der Klimaschutzleitstelle. „Aber bevor sie ihr Gebäude auf den neuesten Stand der Technik bringen, möchten sie sich vorab unabhängig informieren.“ Heike Dammann ist sicher: „Mit den Empfehlungen aus dem Solar-Check können wir den Finanzierungsbedarf grob abstecken und dann in die weitere Planung einsteigen.“
Neben baulichen und technischen Voraussetzungen und den Kosten und geht es dabei immer wieder um den Einsatz von Stromspeichern. Die hält Energieberater Jörn Fleer in vielen Fällen für sinnvoll: „Wir haben inzwischen ein Preisniveau in der PV-Technologie erreicht, das zu Stromkosten für den eigenerzeugten Strom weit unter Haushaltstarif führt“, erklärt der Experte bei seiner Solarenergie-Beratung bei Heike Dammann.
Auch Stefan Lohr, Obermeister der Innung für Klempner, Heizungs- und Sanitärtechnik Lüneburg, begrüßt die Kampagne für die Sonnenenergie als guten Ansatz, um für erneuerbare Energien im Privatbereich zu werben. „Eine solche Beratung ist für viele Hausbesitzer sicherlich ein guter Einstieg um die ersten Fragen zum Einsatz der Solarenergie zu klären. Daran anschließend sollte dann ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem qualifiziertem Handwerksbetrieb aus der Region geführt werden, um eine Solarwärme- oder Photovoltaik-Anlage auf das Dach zu bringen.“
Die „Solar-Checks“ sind ein Kooperationsprojekt der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen mit regionalen Trägern. Ziel ist es, mit einem qualifizierten, unabhängigen und kostengünstigen Beratungsangebot den dezentralen Einsatz von Solarenergie vorrangig zur Eigennutzung zu stärken und damit zum Klimaschutz beizutragen. In einer Ausstellung in der KfZ-Zulassungsstelle und im Bürgeramt der Hansestadt sowie über das Energieportal des Landkreis Lüneburg können sich Interessierte rund um das Thema Solarenergie informieren. Unterstützt wird die Kampagne außerdem von den Lüneburger Innungen für Sanitär- und Heizungstechnik und für den Elektrobereich.
Wer sich für den Solar-Check interessiert, erhält weitere Informationen über die Klimaschutzleitstelle unter www.landkreis-lueneburg.de/klimaschutz-daheim. Eine Anmeldung für einen Solar-Check ist über ksl@landkreis.lueneburg.de oder unter Telefon 04131 261247 möglich. Während der Kampagne kann der Solar-Check für einen Eigenbeitrag von 10 Euro bei einem Beratungswert von 110 Euro in Anspruch genommen werden. Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten gibt es unter http://www.wirksam-sanieren.de/solarthermie/foerderung-fuer-solarthermie.
Bildunterschrift: Energieberater Jörn Fleer erklärt Heike Dammann beim Solar-Check die Vorteile eines Solar-Röhrenkollektors für die Warmwassererzeugung. Foto: Landkreis Lüneburg