Fahrbericht: Wir testen die neue Moto Guzzi V9

Fahrbericht-Guzzi V9© Bernhard Eggers

BE: Die Motorrad-Saison beginnt! Ich hatte das Vergnügen, die neue Moto Guzzi V9 bei Andreas Martynow aus Embsen zu fahren. Neu im Programm hat er auch die Suzuki SV 650 mit dem legendären V2-Motor, die Kreidler mit dem 125 ccm Suzuki
Motor im Stil der 60er Jahre und die Kreidler e-Bikes mit Bosch-Technik.

Mit der Moto Guzzi V7 II hat der V9-Motor nur noch das Motorund das Getriebegehäuse gemeinsam, alle Teile im Motorinneren wurden neu entwickelt. Mit 55 PS hält sich die Leistung des angenehm weich laufenden Triebwerks allerdings in Grenzen. Bereits ab
2.000 Umdrehungen pro Minute steht jedoch eine Menge Kraft zur Verfügung, deshalb muss das gut gestufte und leicht schaltbare Sechsganggetriebe selten bemüht werden. Die V9 lenkt leicht in Kurven ein und hält den einmal gewählten Radius problemlos. Übliches Landstraßentempo stellen das Fahrwerk vor keinerlei Probleme.
Auf gut asphaltierten Straßen sind dank der ausreichend bemessenen Schräglagenfreiheit erstaunlich hohe Kurvengeschwindigkeiten möglich. Selbst engste Kurven lassen sich im dritten Gang bewältigen. Absolut überzeugen kann die Bremsanlage mit je einer Scheibenbremse im Vorder- und Hinterrad, das ABS regelt feinfühlig.
Die Ausstattung der V9 ist mit einer elektronischen Traktionskontrolle, einer Wegfahrsperre sowie einem USB-Anschluss sehr gut. Das Design der Lenkeramaturen ist schön und funktional gestaltet. Das zentral angeordnete Rundinstrument mit LCD-Display zeigt auf
Knopfdruck am Lenker weitere Informationen an. Für das entspannte Motorradfahren ist alles Nötige vorhanden, Überflüssiges dagegen wurde weggelassen. Meine Empfehlung: Unbedingt Probefahren!

Und wenn Ihr schon mal bei Andreas seid, kann es nicht schaden, auch die Moto Guzzi V7 II zu testen.