Interview mit Klaus Hartmann, Obermeister der Elektro-Innung Lüneburg

© Hartmann

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Klaus Hartmann spricht über die Wandlung der Branche in den letzten Jahren und über die damit verbundenen Vor- und Nachteile

 Herr Hartmann, wie sehen Sie die Entwicklung des Handwerks in der Elektrobranche in den vergangenen Jahren?Klaus Hartmann: Unsere Branche hat sich in den letzten Jahren enorm gewandelt. Die Anforderungen an die Firmen sind gestiegen und deutlich umfangreicher geworden. Ich denke da zum einen an den zeitlichen Faktor auf den Baustellen: Die Elektrik muss installiert werden, wenn es die Kunden oder andere Gewerke vorgeben, nicht wenn es dem Elektriker zeitlich gut passt.

Die Firmen müssen sehr flexibel auf die Anforderungen auf den Baustellen und der Kunden reagieren. Zum anderen haben sich die Aufgaben der Firmen verändert: Es sind viele neue Techniken
hinzugekommen. Ich denke da unter anderem an Elektro-Mobilität, Smart-Home, Photovoltaik oder LED-Beleuchtung. Welche Aufgaben hat die Innung mit ihren Betrieben in den nächsten
Monaten und Jahren zu bewältigen?

Was liegt Ihnen besonders am Herzen?
Klaus Hartmann: In erster Linie ist es unsere Aufgabe, allen Mitarbeitern der Betriebe die neuen Techniken vorzustellen und Schulungen anzubieten und diese auch zu organisieren. Es reicht einfach nicht, dass nur der Meister auf dem aktuellen Stand ist. Auch die anderen Mitarbeiter müssen den Kunden die neuesten Möglichkeiten anbieten und auch umsetzen können. Schließlich sind die Mitarbeiter die ersten Ansprechpartner für den Kunden oder den Architekten auf der Baustelle. Natürlich zählen auch die Nachwuchs- und die Fachkräftewerbung zu den wichtigen Themen für die Innung in den nächsten Jahren. Stichwort Nachwuchs.

Wie sieht es dort aus und wie unterstützt die Innung die Betriebe bei der Suche nach neuen Fachkräften?
Klaus Hartmann: Beim Thema Nachwuchs sieht es bei uns derzeit tatsächlich sehr gut aus. Wir konnten wieder mit zwei Ausbildungsklassen starten. Das zeigt, dass das Interesse an unserem Beruf da ist. Dafür tut die Innung aber auch einiges: Wir werben auf Informationsveranstaltungen für unsere Branche und gehen in die Schulen, um den Schülerinnen und Schülern unseren interessanten Beruf nahezubringen. Wir wissen, dass wir aktiv nach unserem Nachwuchs suchen müssen und arbeiten auch weiter an unserer Außendarstellung. Ich denke, dass wir in
diesem Bereich derzeit sehr gut aufgestellt sind, werden aber dennoch versuchen, die Informationen weiter zu verbessern.
Das gesamte Interview sehen Sie im Video auf www.haus-hof-24.de.