Kleine und mittlere Biogasanlagen langfristig sichern:

Landrat bittet Bundeswirtschaftsminister um Unterstützung.(lk/eb) Energie aus Biogasanlagen spielt auf dem Weg zum energieautarken Landkreis Lüneburg eine große Rolle.

Vor allem der Erhalt und Ausbau von Anlagen, die vorrangig Gülle von Viehbetrieben einsetzen, ist dabei ein wichtiger Faktor. Um kleine und mittlere Biogasanlagen langfristig zu sichern, hat sich Landrat Manfred Nahrstedt deshalb heute (20. Mai 2016) in einem Schreiben an den Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel gewandt. Darin bittet er den Minister, in der geplanten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die erforderlichen gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen.

„Diese Anlagen senken die Geruchsimmissionen, die von Stallanlagen ausgehen, haben eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung und produzieren Wärme, die für den eigenen Betrieb oder öffentliche Einrichtungen genutzt wird“, heißt es in dem Schreiben. Daneben sind die Anlagen für die örtlichen Landwirte ein zusätzliches Standbein, um nachhaltig zu wirtschaften und so zum Erreichen der Klimaschutzziele beizutragen. „Es muss sich lohnen, in bestehende Anlagen weiter zu investieren, um den Betrieb zu optimieren“, schreibt der Landrat. „Dafür muss unter anderem die Einspeisevergütung auch nach Ablauf der ersten Bindungsfrist garantiert sein.“

Die Novellierung des EEG wird derzeit auf Bundesebene diskutiert. Voraussichtlich Ende Mai 2016 soll dazu eine Entscheidung fallen.