Klima schützen, Heizung sanieren: Ausschuss beschließt Förderungen für Klima-Projekte

©Horst Jäger

(lk/wö) Wer das Klima schützen möchte, fängt damit am besten in den eigenen vier Wänden an – und bringt schon den Jüngsten bei, wie man effizient mit Ressourcen umgeht. Die Klimaschutzleitstelle von Hansestadt und Landkreis Lüneburg (KSL) hat deshalb die Kampagne „Klimaschutz daheim“ und das Projekt „Energiesparen an Schulen“ ins Leben gerufen, die 2017 fortgesetzt werden sollen. Die Mitglieder des Ausschusses für Erneuerbare Energien, Raumordnung und Klimafolgenanpassung empfahlen in ihrer Sitzung am Donnerstag (19. Januar 2017), dass der Landkreis auch in diesem Jahr für beide Maßnahmen wieder Mittel aus dem Strukturentwicklungsfonds bereitstellen soll. Die endgültige Entscheidung trifft der Kreisausschuss.

Die Kampagne „Klimaschutz daheim“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Clever heizen!“. Nach dem Willen der Ausschussmitglieder sollen 2017 für das Projekt 8.000 Euro aus dem Strukturentwicklungsfonds bereitgestellt werden. „Rund 10 Millionen Heizanlagen in Deutschland sind älter als 15 Jahre und arbeiten ineffizient. Da gibt es ein großes Einsparpotential.“, sagt Tobias Winkelmann von der KSL. „Mit „Clever heizen!“ wollen wir Hauseigentümer in der Region mit einer Einstiegsberatung dabei unterstützen, die eigene Heizanlage zu optimieren oder gegen eine moderne Anlage auszutauschen.“ Dafür vermittelt die Klimaschutzleitstelle interessierten Hausbesitzern kostengünstige Heizungsberatungen unabhängiger Energieberater.

Den Energie- und Ressourcenverbrauch an den Schulen weiter senken und gleichzeitig das Umweltbewusstsein der Schülerinnen und Schüler stärken – das ist das Ziel des Projekts „Energiesparen an Schulen“. Für die Schuljahre 2017/18 und 2018/19 sollen dafür 40.000 Euro aus dem Strukturentwicklungsfonds zur Verfügung gestellt werden, das empfahlen die Ausschussmitglieder. Seit 2012 haben zahlreiche Schülerinnen und Schüler dabei einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen erlernt. Aktuell nehmen sieben Schulen an dem Projekt teil, das ihnen neben einer technischen auch eine pädagogische Unterstützung bietet.