Mit dem richtigen Schnitt zu prachtvollen, üppigen Rosenblüten

Rosenschnitt, Foto: G. Spielvogel

Unsere Serie „Nutzholzschnitt im Garten“ – Teil 1/6

Das richtige Werkzeug

Für den Rosenschnitt wird eine scharfe Rosenschere benötigt. Eine Amboss-Schere sollte nicht verwendet werden, da die Triebe bei diesen Scheren eher gequetscht als geschnitten werden. Außerdem werden feste Handschuhe benötigt, damit Verletzungen und Entzündungen vermieden werden.

Wann werden Rosen geschnitten?

Rosen schneidet man im Sommer/Herbst und im Frühjahr. Der Sommer- beziehungsweise Herbstschnitt hat nur die Aufgabe, mehrmalig blühende Rosen zu einer guten zweiten Blüte zu verhelfen beziehungsweise neue Triebe zu kräftigen. Auch abgeblühte Triebe werden entfernt. Neben dem Schnitt ist auch eine gute Nährstoffversorgung notwendig, um eine üppige Blüte zu gewährleisten.

Warum werden Rosen geschnitten?

Rosen werden geschnitten, um kranke und schwache Triebe aus den Pflanzen zu entfernen und die starken Triebe zu fördern. Es wird generell eine kompaktere Pflanze und eine schönere Blüte gefördert. Außerdem gilt beim Schnitt: Sich kreuzende, nach innen wachsende, vertrocknete oder erfrorene Triebe und Wildtriebe werden grundsätzlich entfernt. Gibt es eine Erkrankung der Rosen aus dem Vorjahr, sollte man auf jeden Fall alle Blätter entfernen, um Neuinfektionen zu verhindern beziehungsweise vorzubeugen.

Beet- und Edelrosen werden meist kräftig bis auf die Grundtriebe zurückgeschnitten. Es bleiben dann nur drei bis fünf Augen (Blattknoten/Nodien) stehen. Große Schnitte sind besser als viele kleine.

Bei Bodendeckerrosen kann man radikal schneiden oder auch nur das obere Drittel der Triebe mit der Heckenschere überschneiden. Blühen sie nicht mehr so üppig, können die Rosen tief abgeschnitten werden (zwei bis drei Augen bleiben stehen).

Strauchrosen erhalten auch einen Auslichtungsschnitt und werden dann um etwa ein Drittel beziehungsweise um die Hälfte der starken Triebe gekürzt.

Bei Kletterrosen sollten nur abgeblühte Triebe und kranke und eingetrocknete Triebe entfernt werden.

Durch einen regelmäßigen Schnitt und eine regelmässige Versorgung der Pflanzen mit Dünger und gegebenenfalls mit Wasser erreicht man eine gesunde und üppige Blütenpracht.

Rohwer Garten- und Landschaftsbau
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Dieser Bericht ist Teil der Serie „Nutzholzschnitt im Garten“