Natürlich bauen – ökologische Baustoffe für mehr Lebensqualität

©Christine Kohnke-Löbert natürlich bauen - ökologische Baustoffe

Teil 1/6 – Dämmen im Altbau: Innendämmung mit Leichtlehm – Die Dämmung von denkmalgeschützten Häusern

von David Feldbrügge

 Wer ein altes Haus hat, weiß oder erinnert sich noch daran, dass es hier und da zieht oder kühl ist. Doch auch alte Bausubstanz kann durch eine Innendämmung ästhetisch und energetisch aufgewertet werden.

Die Innendämmung aus Leichtlehm ist, als alter Baustoff, zum Fachwerkhaus besonders passend. Leichtlehm ist von außen nicht sichtbar, der Einbau kann gut selbst vorgenommen werden.
Leichtlehm ist eine Mischung aus Lehm mit einem leichten Zuschlag, der die Dämmwirkung hinzufügt. Hier gilt: je leichter die Dämmung, desto größer die Dämmwirkung. Je schwerer ein Baustoff ist, desto größer ist auch die Speichermasse von Wärme im Winter oder Kälte im Sommer.
Die verschiedenen Leichtlehme verwenden Blähton, Hanfschäben, Kork oder auch Holzhackschnitzel. Beim Leichtlehm handelt es sich meist um eine lose Schüttung, welche in einen Hohlraum gefüllt wird.

Der Abschluss des Hohlraumes wird entweder aus einem Leichtlehmstein oder einer Holzkonstruktion mit einem Putzträger gebaut.
Innendämmungen können auch sehr gut aus Holzweichfaserplatten hergestellt werden. Diese Platten sind kostengünstig, bedürfen allerdings einer guten Vorarbeit und müssen sehr sorgfältig eingebaut werden.

Hier empfiehlt sich die Unterstützung eines Fachmannes!
Auf dem Leichtlehm kann nun direkt ein Lehmputz aufgebracht werden, dieser wird im Anschluss daran mit einer Lehmfarbe gestrichen. – So wird die alte Bausubstanz erhalten ohne sie zu schädigen und das Raumklima besonders angenehm. Noch verbessern kann man das Klima, indem eine Wandheizung in den Wänden verbaut wird, aber dazu im nächsten Artikel mehr.