Straßenbeleuchtung: Kommunen und Energiegenossenschaften arbeiten bei Modernisierung zusammen

PRESSEMITTEILUNG, BERLIN dena

dena-Pilotkommunen Bacharach, Glandorf und Kehl starten Erfahrungsaustausch

In dem von der Deutschen Energie-Agentur (dena) initiierten Projekt „Energieeffizienzgenossenschaften Straßenbeleuchtung“ haben sich die Pilotkommunen Bacharach in Rheinland-Pfalz, Glandorf in Niedersachsen und Kehl in Baden-Württemberg zu einem ersten Erfahrungsaustausch getroffen. Die Kommunen kooperieren jeweils mit einer örtlichen Energiegenossenschaft, um Teile ihrer Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technologie umzurüsten.

Projektpartner auf Seiten der Energiegenossenschaften sind die Bürgerenergiegenossenschaft Rheinhessen eG, die Teutoburger Energie Netzwerk eG sowie die Bürgerenergiegenossenschaft Kehl eG. Ziel ist es, durch das Genossenschaftsmodell eine zusätzliche Finanzierungsmöglichkeit für Energieeffizienzprojekte in Kommunen zu entwickeln und zu erproben.

Der zweitägige Workshop, der am 31. Mai und 1. Juni in Bacharach stattfand, bot den Teilnehmern zahlreiche Anregungen für ihre Straßenbeleuchtungsprojekte. Externe Experten gaben Einblicke in wirtschaftliche und rechtliche Themen sowie zu spezifischen Fragen von anstehenden Vergabe- und Genehmigungsverfahren. Darüber hinaus konnten sich die teilnehmenden Kommunen und Energiegenossenschaften stärker miteinander vernetzen.

„Kommunen und Energiegenossenschaften sind ideale Partner, um bei der Energiewende auf kommunaler Ebene zu kooperieren und bürgerschaftliches Engagement einzubinden. Um dieses Potenzial nutzbar zu machen, unterstützt die dena die beteiligten Kommunen beispielsweise in rechtlichen Fragen wie der Vertragsausgestaltung und begleitet die Pilotkommunen bei der Umsetzung ihrer Projekte. Die dabei gewonnen Erfahrungen werden aufbereitet und stehen anderen Kommunen und Energiegenossenschaften für ihre Arbeit zur Verfügung“, sagte dena-Projektleiter Dr. Karsten Lindloff.

Zum dena-Pilotprojekt Energieeffizienzgenossenschaften Straßenbeleuchtung

In dem von der dena initiierten und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Pilotprojekt modernisieren drei Modellkommunen in Kooperation mit örtlichen Energiegenossenschaften ihre Straßenbeleuchtung. Die Energiegenossenschaften und die Kommunen werden von der dena bei der Grobanalyse der kommunalen Straßenbeleuchtung, bei der Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen von Vergaben und Verträgen sowie bei der Entwicklung und Umsetzung von Modernisierungsmaßnahmen begleitet.

In Kommunen entfallen bis zu 40 Prozent des Stromverbrauchs auf die Straßenbeleuchtung. Durch die Umrüstung auf LED-Technologie lässt sich dieser Verbrauch um teilweise mehr als 80 Prozent reduzieren. Doch häufig fehlt es Kommunen an Finanzmitteln und Personal, um ihre Straßenbeleuchtung zu modernisieren. Energiegenossenschaften können hier als Dienstleister der Kommunen fungieren und die Bürger vor Ort an der Finanzierung von Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen beteiligen.