VPB: Bauherren bezahlen für Pläne und Berechnungen!

NeubauNeubau © Horst Jäger

BERLIN. Wer ein Haus baut, der muss nicht nur die Baufirmen bezahlen und das Material, sondern auch sämtliche Planungen von den Ausführungsplänen über die Statik, vom Entwässerungsplan über den Wärmeschutznachweis bis hin zum Lüftungskonzept oder Schallschutznachweis.

Schlüsselfertigbauherren interessieren sich nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) aber mehr für das Haus und weniger für die dazu nötigen Pläne. Deshalb vergessen sie auch oft, sich die Planungsunterlagen vertraglich zusichern zu lassen. Das ist aber unentbehrlich, denn die Bauherren brauchen viele Pläne und Berechnungen von Anfang an, um kontrollieren zu können, ob Planung und Bauausführung technisch in Ordnung sind und geltendem Recht entsprechen. Bei der Beurteilung unterstützen sie unabhängige Bausachverständige, aber auch die können ohne Pläne und Berechnungen nicht prüfen, ob das Haus statisch in Ordnung ist, ob die im Vertrag vereinbarten Materialien tatsächlich eingebaut und ob die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllt werden. Letzten Endes haften die Bauherren dafür, dass ihre Immobilie geltendem Recht entspricht. Dazu brauchen sie dringend ihre Pläne. Und die müssen sie sich vertraglich zusichern lassen, damit sie sie auch bekommen. Es muss auch festgelegt werden, wann welche Unterlagen vorliegen müssen. Was Bauherren sich alles aushändigen lassen sollten, das steht im VPB-Ratgeber „Bauunterlagen“, und den gibt’s gratis: http://www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Bauunterlagen.pdf