Warum lesen, wenn es Bilder gibt? Visuelles Storytelling im Online Marketing

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Für Sie gelesen aus KMU-Marketing-Blog Frank Bärmann

Der Mensch ist von Natur aus sehr stark auf den Sehsinn fixiert. Das ist soweit bekannt: Alles wird in irgendeiner Art und Weise visuelle vermittelt, vom Schulstoff (Stichwort Bücher, Hefte, Tafelbilder) über die Verkehrsregeln (Ampeln und Schilder) bis hin zu Werbung. Werbung zum Riechen statt zum Ansehen würde zumindest wenig Sinn machen, trotz der allgemein geforderten multisensualen oder ganzheitlichen Vorgehensweise. Für Werbekampagnen, insbesondere online, bedeutet diese Erkenntnis nicht mehr und nicht weniger als dass visuelles Storytelling einen sehr hohen Effekt hat.

Die Macht der Bilder

Lesen ist zwar Grundvoraussetzung, wenn man sich im Internet bewegt. Aber Bilder haben doch meist den größeren Einfluss auf das, was der Mensch beachtet, bewusst oder unbewusst wahrnimmt. Diese Bilder müssen nicht einmal bewegt sein: Bilder können eine Geschichte erzählen. Als Comicstreifen natürlich, aber auch ganz einfach in Form eines einzigen starken Bildes, das für sich alleine steht.

Bilder vs. Text

Während Text von den meisten Menschen auch nach einer langen Leseerfahrung und mit bibliophiler Neigung noch eher bewusst wahrgenommen wird, werden Bilder intuitiv verstanden, sowie der Blick darauf fällt. Das Unterbewusstsein reagiert, bevor die Bilder mit ihrem Inhalt und in ihrem gesamten Aufbau bewusst wahrgenommen werden. Das heißt konkret: Die Verarbeitung von Bildern findet im Gehirn sehr viel schneller und energieärmer mit weniger Aufwand statt als die Verarbeitung von Text. Die durchschnittliche Verweildauer des Blicks beim zufälligen Surfen im Internet liegt weit unter 3 Sekunden. 0,1 Sekunden braucht das Bild, um anzukommen. 5 Bilder können innerhalb einer Sekunde grob in Zusammenhang gesetzt werden. Text hat keine Chance.

Psychologische Faktoren

Text ist immer sprachbasiert. Sämtliche kulturelle Implikationen von positiv oder negativ bewerteten Wörtern, langen oder kurzen Sätzen, einfacher oder gehobener Sprache werden über Text transportiert. Texte sind immer zielgruppengerecht abgefasst, bedienen das entsprechende Vokabular. Sie können dementsprechend natürlich auch sehr genau adressiert werden und eine hohe Wirkung entfalten. Trotzdem sind sie eingeschränkt. Ein gut gewähltes Bild wirkt auf jeden. Es gibt kaum einen Menschen, der ein kuscheliges weißes Kaninchen nicht niedlich finden würde, die meisten Menschen reagieren sehr positiv und stark auf die berühmten Katzenvideos im Internet. Aber auf Katzentexte? Eher nicht. Bilder sprechen eine universelle Sprache, die über sämtliche kulturelle Grenzen, Sprachbarrieren und in alle Altersgruppen wirkt. Sie sprechen sofort Emotionen an und werden erinnert. Deshalb sind Bilder als Kommunikationsmittel im Online Marketing so wichtig

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